Matthias Et­tlin

Ich wurde 1986 in der Kloten geboren und wuchs wohlbehütet in der Flughafenstadt auf. In der Schulzeit begeisterte ich mich sehr für Theaterauftritte und Schauspielerei überhaupt. Bald war mir klar, dass ich diese Leidenschaft zu meinem Beruf machen wollte – eine Lehre als Schauspieler wäre also mein nächster Schritt.

Doch dann kam es an­ders, denn eine solche Ausbil­dung konnte man nicht einfach so ohne Matura oder abgeschlos­sene Lehre be­gin­nen. Ich wus­ste also, welche be­ru­fli­che Richtung ich einschlagen wollte – nur der genaue Weg war mir nicht ganz klar.

Die Lös­ung lag di­rekt vor mei­ner Nase. Ich über­legte mir, wo jede The­ater­aufführung und jeder Film die Wur­zeln hat: beim geschrie­be­nen Wort. Also spazierte ich schnur­stracks in die örtliche Bibliothek und fragte vorsichtig, ob man sich hier um eine Aus­bil­dung bewerben könne – mehr geschrie­bene Worte konnte ich in der näheren Um­ge­bung schli­ess­lich nicht fin­den. Die Kon­se­quenz: Nach drei Schnup­pert­a­gen bekam ich die Zusage für eine Le­hre als In­for­ma­tions- und Doku­men­ta­tionsas­sis­tent.

Während dieser Ausbildung lernte ich, wie man mit verschiedenen Medien umzugehen hat, wie man sie dokumentiert, erschliesst, und wie man systematisch recherchiert. Natür­lich wollte ich auch meine Thea­terk­ar­ri­ere vo­ran­trei­ben und stiess schlies­slich auf einen Theaterkurs im Winterthurer Zentrum am Obertor, den Marius Leutenegger leitet.

So kam es, dass ich heute die Hälfte meiner Arbeitszeit in der Stadtbibliothek Kloten ar­be­ite und die andere im Textbüro Leutenegger – wo ich meine Freude am Schrei­ben, Re­cherchieren und Ideen sam­meln ausle­ben kann.



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